Der US‑Dollar hat gegenüber dem Euro, dem Pfund und anderen Risikoanlagen wieder an Stärke gewonnen, was auf eine vorsichtige Nachfrage inmitten der Unsicherheit im Nahen Osten hindeutet.
Die europäische Gemeinschaftswährung könnte heute in der ersten Tageshälfte Unterstützung erhalten. Zusätzlichen Auftrieb könnte die Veröffentlichung wichtiger makroökonomischer Indikatoren geben. Insbesondere werden Daten zum Manufacturing PMI in der Eurozone erwartet. Positive Ergebnisse dieses Indikators werden vom Markt traditionell als positives Signal für die Konjunktur der Region gewertet, was wiederum die Position des Euro stärken könnte.
Darüber hinaus wird der Sentix Investor Confidence Index Aufschluss über die Stimmung der Investoren geben. Allerdings wird bei diesem Indikator mit einer negativen Entwicklung gerechnet, was den zunehmenden Pessimismus der Marktteilnehmer in Bezug auf die Perspektiven der europäischen Wirtschaft widerspiegelt.
Ein wichtiges Ereignis des Tages wird die Eurogroup‑Sitzung sein. Die dortigen Beratungen könnten die Märkte deutlich beeinflussen. Besonderes Augenmerk wird auf die Äußerungen zentraler Entscheidungsträger gerichtet sein, darunter des Präsidenten der Bundesbank, Joachim Nagel. Seine Kommentare zur Lage im Nahen Osten, zu den Energiepreisen und zur Geldpolitik könnten den Ton für die weitere Entwicklung des Euro vorgeben. Jegliche Andeutungen möglicher Änderungen der Leitzinsen oder anderer Unterstützungsmaßnahmen durch die Europäische Zentralbank werden von Investoren genau analysiert werden.
Mit Blick auf das Pfund stellt die erste Tageshälfte eine Chance für Sterling‑Käufer dar. Das Ausbleiben bedeutender makroökonomischer Veröffentlichungen aus dem Vereinigten Königreich nimmt das Potenzial für negative Überraschungen, die die Stimmung der Trader trüben könnten. Dies schafft ein günstiges Umfeld für Befürworter eines stärkeren Pfunds, die Initiative zu ergreifen und zu versuchen, den Aufwärtsschwung des Währungspaares zurückzugewinnen.
Wenn die Daten mit den Erwartungen der Ökonomen übereinstimmen, ist es besser, sich an der Mean Reversion‑Strategie zu orientieren. Fallen die Daten dagegen deutlich höher oder niedriger aus als erwartet, wäre die Momentum‑Strategie am passendsten.



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