Das Währungspaar EUR/USD versuchte am Freitag, seine Aufwärtsbewegung wieder aufzunehmen, doch geopolitische Nachrichten zum Wochenschluss sorgten für eine erneute Aufwertung des US-Dollars. Die Chancen auf eine friedliche Lösung des Konflikts im Nahen Osten schwinden von Tag zu Tag, was den US-Dollar phasenweise stützen könnte. Unserer Ansicht nach wird der geopolitische Faktor den Dollar jedoch nicht mehr so stark unterstützen wie im Februar oder März. Positiv ist bereits, dass der Krieg im Nahen Osten zum Stillstand gekommen ist und Donald Trump einen vollständigen Sieg über seinen Gegner erklärt hat. Die Blockade der Straße von Hormus bleibt bestehen, was sich negativ auf die Preise für Öl und Gas auswirken wird. Gleichzeitig verschlechtert sich die Lage jedoch nicht weiter, und die Welt gewöhnt sich allmählich an die Blockade. Der Versuch vom Freitag, den Aufwärtstrend wieder aufzunehmen, war somit erfolglos, wird aber mit Sicherheit nicht der letzte bleiben. Wir behalten unseren bullischen Ausblick für den Euro bei.

Auf dem 5-Minuten-Chart bildeten sich am Freitag mehrere Handelssignale, doch keines davon ermöglichte es den Tradern, einen Gewinn zu erzielen. Nachdem das Paar den Bereich 1,1745–1,1754 nach oben durchbrochen hatte, war zunächst eine Aufwärtsbewegung zu erwarten; die Nachricht, dass Trump einen weiteren iranischen Friedensvorschlag ablehnte, führte jedoch zu einer Umkehr und einem Rückgang des Paares.
Auf dem Stunden-Chart bleibt der Aufwärtstrend intakt. Die geopolitische Lage verbessert oder verschlechtert sich im Zeitverlauf nicht wesentlich. Die Welt passt sich nach und nach an die neue Realität im Nahen Osten an und sucht nach alternativen Energiequellen, etwa in den USA. Daher ist es wahrscheinlich noch zu früh, um mit einer deutlichen Stärkung des US‑Dollar zu rechnen. Das Maximum, das wir derzeit erwarten können, ist eine Korrektur – und diese beobachten wir bereits seit zwei Wochen.
Am Montag können Anfänger Short-Positionen mit Ziel 1,1655–1,1666 eröffnen, falls der Kurs vom Bereich 1,1745–1,1754 abprallt. Neue Long-Positionen kommen in Betracht, wenn sich der Kurs oberhalb des Bereichs 1,1745–1,1754 festigt, mit einem Ziel bei 1,1830–1,1837.
Auf dem 5-Minuten-Chart sollten Trader die folgenden Niveaus berücksichtigen: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908. Am Montag wird die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, eine Rede halten. Wir bewerten dieses Ereignis jedoch nicht als besonders wichtig, da die Zentralbank erst in der vergangenen Woche tagte und dem Markt alle notwendigen Informationen zur Verfügung gestellt hat.
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand – Niveaus, die als Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen oder als Signallieferanten fungieren.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und darauf hinweisen, in welche Richtung aktuell vorzugsweise gehandelt werden sollte.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um einen scharfen Kursumschwung entgegen der vorherigen Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist entscheidend für langfristigen Handelserfolg.
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